#Wissenssnack
27.07.2026
3 Minuten Lesedauer
Ein lauer Sommerabend, gute Freundinnen und Freunde, kalte Getränke und der Grill läuft. Was wir dabei selten bedenken: Neben Kohle und Lebensmitteln kommt bei jeder Grillerei noch eine ganz andere, unsichtbare Zutat ins Spiel: Virtuelles Wasser.
Doch was bedeutet das eigentlich und wie hoch ist der weltweite Fußabdruck eines klassischen Grillabends für vier Personen? Wir klären die wichtigsten Fragen.
Für 4 Portionen Fleisch (bei rund 300 Gramm pro Person) werden etwa 18.000 Liter Wasser benötigt.
Der Grund: Die Tierhaltung, der massive Anbau von Futtermitteln sowie die anschließende Verarbeitung sind extrem wasserintensiv. Vor allem Rindfleisch schlägt hier zu Buche: Bis zu 15.000 Liter fließen in die Produktion eines einzigen Kilogramms.
Gemüse ist im Vergleich ein echter Wassersparer. Ein Blick auf den Fußabdruck pro Kilogramm zeigt deutliche Unterschiede:
Tomaten: ca. 210 Liter pro Kilogramm
Zucchini: ca. 300 Liter pro Kilogramm
Kartoffeln: ca. 290 Liter pro Kilogramm
Für 4 reichliche Portionen Grillgemüse und Salat liegt der Gesamtverbrauch bei gerade einmal 600 bis 800 Litern Wasser.
Auch flüssige Erfrischungen tragen einen unsichtbaren Wasserrucksack mit sich. Vier Flaschen Bier (à 0,3 Liter) verbrauchen in der Produktion stolze 360 Liter virtuelles Wasser. Hier lohnt sich immer ein bewusster Blick auf die Herkunft und das Wassermanagement der Hersteller.
Du musst nicht auf dein Sommergrillen verzichten, aber mit ein bisschen Bewusstsein kannst du viel bewegen:
💡weniger Fleisch, mehr Gemüse
💡regional & saisonal einkaufen
💡Reste vermeiden
💡Getränke clever wählen